Baha'i Liechtenstein

Samstag, 4. September 2010
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Frieden

Fehlende ethische Grundlagen, Vorurteile, Egoismus, Nationalismus und Materialismus gehören zu dem Nährboden, auf dem Konflikte und Kriege entstehen. Frieden kann nicht allein durch Abrüstung, sondern nur gemeinsam mit einer Erneuerung des Denkens und der Wertvorstellungen erreicht werden.

Das Anliegen der Baha'i-Religion ist die Entwicklung der Liebe zur ganzen Menschheit. Sie verhilft der Gemeinschaft genauso zu einer positiven Entwicklung wie dem einzelnen Menschen, der sich durch seinen Glauben stetig vervollkommnet.

Friede war von Anfang an das zentrale Thema im Wirken Bahá'u'lláhs. Vor über einem Jahrhundert rief er in seinen historischen Sendschreiben die damaligen Herrscher der Welt zu einem umfassenden Frieden auf. Die Regierenden werden ihrer Verantwortung nicht gerecht, wenn sie nicht Wege finden, die Abrüstung und internationale Aussöhnung ermöglichen. Wenn ein Land gegen ein anderes einen Krieg beginnt, sollen sich alle anderen Länder gemeinsam gegen den Angreifer wenden. So gäbe es für niemanden mehr eine Aussicht, einen Krieg zu gewinnen. Dies erfordert aber Strukturen der Friedenssicherung, wie sie in der Weltordnung Bahá'u'lláhs vorgesehen sind.